Wenn der Babywunsch unerfüllt bleibt

Dank der Medizin gibt es viele Wege zum Wunschkind. Hat der Arzt die Diagnose gestellt, werden verschiedene Therapie-Ansätze besprochen. Anschließend stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung.

Organische Ursachen für Unfruchtbarkeit

Auch organische Ursachen müssen von einem Arzt sicher ausgeschlossen werden. Diese können zum einen vererbt oder durch vorangegangene Krankheiten verursacht worden sein.

Mögliche Ursachen bei der Frau:

• Entzündungen in Eierstöcken und Eileiter

• Fehlbildung in Eierstöcken und Eileiter

• Endometriose (Wachstum von Gebärmutterschleimhaut

außerhalb der Gebärmutter)

• Tumore (gutartige und bösartige)

• Antikörper gegen Spermien

Mögliche Ursachen beim Mann:

• Fehlbildungen des Hodens

• Hodenhochstand als Kind

• Blockierung der Samenleiter

• Unterentwickelte Hoden

• Krampfadern am Hoden

• Hodeninfektionen

• Prostataentzündung

• Harnröhrenentzündung

Häufig ist Unfruchtbarkeit auf hormonelle Störungen zurückzuführen, die in gleichen Teilen beim Mann und bei der Frau liegen. Deshalb muss einer Therapie in jedem Fall eine genaue Diagnose vorangehen.

Therapiemöglichkeiten und Behandlungsmethoden

Insemination: Aus dem Ejakulat des Mannes werden Spermien entnommen und mit einer Spritze in die Gebärmutter injiziert.

In-vitro-Fertilisation (IVF): Durch eine Hormonbehandlung reifen Eibläschen heran. Diese werden über die Scheide abgesaugt und mit dem Sperma des Mannes gemischt. Höchstens drei befruchtete Eizellen werden in die Gebärmutter eingepflanzt.

Intracytoplasmatische Spermien-Injektion (ICIS): Das Prinzip gleicht dem der IVF-Methode. Der Unterschied besteht darin, dass nur ein einzelnes Spermium mittels einer Pipette direkt in die Eizelle injiziert wird.

Weitere Informationen zu den Behandlungsmöglichkeiten erhalten Sie bei Ihrem Frauenarzt.

In-Vitro-Maturation (IVM): Unreife Keimzellen werden dem Eierstock entnommen. Im Reagenzglas reifen die Eizellen unter Einfluss von Hormonen nach. Befruchtet werden sie dann entweder durch IVF oder der ICSI.

Mikrochirurgische epididymale Spermienextraktion (MESA): Enthält die Samenflüssigkeit des Mannes zu wenige Spermien, können Samen operativ gewonnen werden. Hierfür werden Zellen aus den Nebenhoden entnommen und dann in die Eizellen injiziert.

Testikuläre Spermienextraktion (TESE): Zellen werden operativ aus dem Hoden entnommen und wie bei der MESA anschließend in die weiblichen Eizellen injiziert.

Egg Freezing: Frauen lagern ihre eigenen Eizellen für eine spätere Befruchtung ein. Die Befruchtung erfolgt mittels IFV oder ICSI.

Kryokonservierung von Sperma: Das Einfrieren einer Samenprobe bietet Männern die Möglichkeit, einen späteren Kinderwunsch zu erfüllen.